mit Stefanie und Wolfgang Vogelsaenger
Von Anderen lernen:
Die "beste Schule Deutschlands"
am Donnerstag den 29. März um 19:00
im Begegnungsbogen, Bogen 37, Ing. Etzelstrasse, Innsbruck
Moderation: Elisabeth Wiesmüller
„Wir haben unser Haus, unsere Schule um das Kind herum gebaut“
Wolfgang Vogelsaenger ist Direktor der "besten Schule Deutschlands", der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule/IGS in Göttingen. Mit ihren integrativen und teamorientierten Lehrkonzepten, die auf Lernen in heterogenen Tischgruppen sowie Prävention durch Inspiration, Ermutigung und Kooperation setzen, gewann die Schule den mit € 100.000,- dotierten Deutschen Schulpreis 2011.
„Kein Kind ist allein, es ist immer Mitglied eines Teams“
Auf Einladung der Grünen Bildungswerkstatt sind Wolfgang Vogelsaenger und seine Frau Stefanie, sie ist ebenfalls Lehrerin an der IGS Göttingen, zu Gast in Innsbruck. Sie werden von ihren Erfahrungen und Ansätzen, den Methoden und Konzepten ihrer preisgekrönten Integrativen Gesamtschule berichten und dabei wird auch Fragen und einer spannenden Diskussion ausreichend Platz geboten.
Dienstag, 13. Dezember 2011
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20:00 bis 22:00
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Wo
Begegnungsbogen, Ingenieur- Etzel-Stra ße, Viaduktbogen 37, Innsbruck, Austria -
Eins führt zum anderen... Endstation Notschlafstelle
Podiumsdiskussion:
Gerade in der kalten Jahreszeit wird wieder über die Notwendigkeit einer ganzjährigen Notschlafstelle diskutiert. Doch die Auseinandersetzung mit der Notschlafstelle reicht nicht aus, um die vielfältigen Probleme aufzuzeigen.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und so sind immer mehr Menschen auf unser soziales Netz angewiesen, das leider allzu große Lücken aufweist. Schicksalsschläge, wie z. B. ein Unfall oder Krankheit, können sehr schnell zu Armut führen, und so müssen in einem der reichsten Länder der Welt Menschen auf der Straße leben.
Der Weg in die Obdachlosigkeit hat viele Abzweigungen. Wir wollen mit PolitikerInnen und VertreterInnen von Sozialvereinen über politische Verfehlungen und über nötige Maßnahmen zur Verbesserung der Situation diskutieren.
Es diskutieren unter der Leitung von Elisabeth Wiesmüller
Oliver Altmayer, DOWAS
Wilfried Hanser, HO&RUCK
Christian Schönherr, Rotes Kreuz, Rettung Innsbruck (angefragt)
Franz Stelzl, ISD, Herberge
Franz Xaver Gruber, Vizebürgermeister, zuständig für Soziales und Jugendwohlfahrt
Renate Krammer-Stark, Grüne Gemeinderätin
Auf Euer Kommen freut sich das gesamte Integrationsbüro TEAM
Bis an die Grenzen
Chronik einer Migration
Buchpräsentation mit dem Autor
Fabien Didier Yene
Übersetzung: Dieter Behr, Aktivist von Afrique Europe Interact
Moderation: Jutta Seethaler, Obfrau der Grünen Bildungswerkstatt Tirol
am Donnerstag den 17.11. um 19:00 im
Begegnungsbogen, Ing. Etzelstr. Bogen 37, Innsbruck
Zum Buch:
Deutsch. Übersetzt aus dem Französischen von Beatiz Graf
Die Bilder gingen um die Welt: Verzweifelte afrikanische Flüchtlinge, die zu Tausenden mit Hilfe improvisierter Leitern versuchen, den sechs Meter hohen Drahtzaun zu überwinden, der Marokko von der spanischen Exklave Melilla trennt – vor sich die bewaffnete Guardia Civil, im Rücken das marokkanische Militär. Der aus Kamerun stammende Fabien Didier Yene ist einer von ihnen. Immer wieder rennt er gegen den Grenzzaun an oder versucht schwimmend europäischen Boden zu erreichen. Immer wieder wird er zurückgeworfen, aufgegriffen, an die Grenze abgeschoben, einmal mit ein paar anderen mitten in der Wüste zurückgelassen.
In der dritten Person erzählt Fabien von seiner Reise nach Europa, die mit dem Untergang des Dorfes beginnt, in der er geboren wurde, und in Marokko zu einem vorläufigen Stillstand kommt. Dazwischen liegen die Länder Tschad, Nigeria, Niger, Libyen, Algerien. Dazwischen liegen vor allem jene Erfahrungen, die man lesend mit dem Erzähler teilt: die Durchquerung der Wüste, die Erpressung durch Schlepper und windige Geschäftsleute, das Leben in illegalen Ghettos, Hunger und Entbehrungen, die unbeschreibliche Brutalität von Exekutivorganen und die Feindseligkeit der Einheimischen, die ständige Angst, entdeckt oder ausgeraubt zu werden, das sukzessive Abhandenkommen aller Illusionen. Aber auch das: Momente der Freundschaft, der Solidarität, des Atemholens.
Seine literarische Qualität zieht das Buch aus dem nüchternen, stellenweise lakonischen Ton, den Yene als Chronist in eigener Sache wählt – im Willen, stellvertretend für all die anderen Zeugnis abzulegen und schreibend ein Stück Handlungsmacht über die eigene Geschichte zurückzugewinnen.
Fabien Didier Yene, geboren in der Ortschaft Ekombitié, Kamerun. Schulabschluss mit Matura in der Hauptstadt Yaoundé. Nach seiner Auswanderung, die ihn durch zahlreiche afrikanische Länder geführt hat, lebt er heute in Marokko, wo er im März 2008 zum Obmann der Kameruner Emigranten-Gemeinschaft gewählt wurde und sich im Rahmen verschiedener Menschenrechts-Organisationen, darunter das Netzwerk Euro-afrikanisches Manifest, für die Rechte von MigrantInnen und das Recht auf Bewegungsfreiheit einsetzt. "Bis an die Grenzen" ist sein erstes Buch, es erschien 2010 in Frankreich unter dem Titel "Migrant au pied du mur".
Eine gemeinsame Veranstaltung der GBW Tirol und der GBW Minderheiten.

